Donnerstag, 1. März 2012

Spanischer Generalstreik in Sicht-Straßenschlachten in Barcelona-40 Städte in Spanien demonstrierten

 Die Fahrt gestern durch das nächtliche Barcelona war fast unheimlich. Kaum noch Menschen, kaum noch Verkehr, selbst nicht auf dem Placa Espanya, viele Lichter aus, auch der AGBAR-Turm, der sonst sein nächtliches Lichtspiel hat, war ausgeschaltet. 
Vor ein paar Stunden sah es hier anders aus.

Die Polizei hatte eine Schutzkette vor dem Eingang des "Congress of Mobile" gebildet und erlaubte nur Ein-und Ausgänge von Führungskräften.  Der Eingang zum U-Bahnhof Placa Espanya und dem Einkaufszentrum "Les Arenes" haben ihre Türen zur Sicherheit geschlossen. 

Die Regierung beschuldigt "isolierten Cliquen" der Gewalt.
Die Schlacht der Studenten ist vorbei? Oder die große Ruhe vor dem Sturm? Die Gewerkschaften warnen die Regierung, und geben ihr Zeit, das neue Arbeitsgesetz zu korrigieren, wenn nicht, steht Spanien ein Generalstreik ins Haus, und der ist schon geplant für den 11. März.  Das wäre das "Aus" für einen wirtschaftlichen Aufschwung in Spanien. Griechenland ähnliche Verhältnisse kündigen sich an. Doch wenn Spaniens Revolte tobt, könnte das für Europa gefährlich werden. Die Stimmung kippt, sie wird aggressiver. 

"Wahrscheinlich ist alles noch viele schlimmer als wir alle denken", sagte gestern ein Student während eines Interview. "Die sagen uns schon lange nicht mehr die Wahrheit. Die neue Regierung ist doch nur vorgeschoben und Handlanger einer Europaweiten Ausbeutung. Wir sind doch nur Material auf einen Verschiebebahnhof. Unsere Zukunft ist in Gefahr!" Erschreckende Worte eines 25 jährigen Studenten in Barcelona. 

Das Ergebnis der gestrigen Demonstration: Zwölf Verhaftete, zwölf Verletzte, und viele andere Vorfälle während der Studentenproteste in Barcelona. Tausende von Studenten, die Stadtpolizei spricht von 25.000 und die Gewerkschaften von 70.000, haben sich gegen die Kürzungen und Einschnitte im Bildungswesen ausgesprochen. Doch die Revolte war gestern nicht nur in Barcelona. In vierzig Städten Spaniens demonstrierten die Studenten.

   Auch Bürger protestierten zu Tausenden in ganz Spanien in Abstimmung mit anderen EU-Ländern gegen die Kürzungen im Bildungs- Sektor und gegen die Arbeits-Reform. 
Gewerkschaften  drohen mit einem Generalstreik in Spanien. Am späten Nachmittag haben sich 50 Demonstranten bei der Polizei in Les Corts in Barcelona konzentriert, um die Freilassung der Inhaftierten zu fordern.

 

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