Freitag, 1. März 2013

Wohnungen für Obdachlose

Europaweit ist die Anzahl der Obdachlosen stark angestiegen. Das gilt insbesondere für die Krisenländer, doch auch für die EU-Staaten, die davon weniger betroffen sind. Diesen Menschen zu helfen, ist Teil des sogenannten Sozialpakets der Europäischen Kommission. "Zu Beginn betreuten wir 50 bis 60 Menschen pro Woche, in den vergangenen sechs Jahren ist diese Zahl auf 850 pro Woche hochgeschnellt", so Werner Vande Weghe, Leiter eines Obdachlosenheims im belgischen Gent. Vor allem in Portugal, Spanien, Griechenland und in Italien leiden Menschen Not. Wie Ruth Owen vom europäischen Dachverband der Organisationen erläutert, die sich um die Belange von Obdachlosen kümmern, sind mehr und mehr Wohnungsbesitzer vom sozialen Abstieg bedroht. Denn viele haben sich in Schulden gestürzt, die sie im Fall der Arbeitslosigkeit nicht bezahlen können. Die Stadt Gent sucht nach einer neuen Lösung. "Wir bringen sie erneut in Wohnungen oder Häusern unter, denn ein Zuhause löst viele Probleme", sagt Nathalie Maertens, Sozialarbeiterin. "Sie suchen erneut eine Arbeit, laden ihre Freunde ein, finden zur Familie zurück."
Wilfried Bodino ist eine Sozialwohnung zugeteilt worden. "Ich habe bereits die Schlüssel, Freunde helfen mir beim Umzug", berichtet er. "Ich werde die Wohnung einrichten, renovieren, einiges hinzukaufen. Alles andere kommt dann schon."

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